Cheerleading (engl. cheer = Beifall; lead = führen; sinngemäß „ [das Publikum] zum Beifall führen) hat seine Wurzeln in den U.S.A. 1898 wurden dort erstmalig Fans zu einheitlichen Anfeuerungsrufen koordiniert. Und die ersten Cheerleader waren Männer! Erst später kamen auch Frauen zum Cheerleading, und zu den Anfeuerungsrufen kamen Choreographien und erste Hebefiguren dazu.

 

 

Nach Deutschland kam das Cheerleading in den 80er Jahren. Das erste deutsche Team waren die Pantherettes, Cheerleader der Düsseldorf Panther. Anfangs gründeten sich ausschließlich beim American Football Cheerleadingteams. Seit einigen Jahren findet man Cheerleader allerdings auch beim Eishockey, Basketball, Volleyball, Fußball, Handball und vielen anderen Sportarten. Außerdem gibt es Cheerleadingteams, die überhaupt nicht für ein Sportteam cheeren und sich ausschließlich auf die Teilnahme an Meisterschaften konzentrieren oder sich für Auftritte buchen lassen.

 

Den Kinderschuhen ist Cheerleading längst entwachsen. Cheerleading ist ein eigenständiger Sport. Er vereint Tanz, Akrobatik (so genannte Stunts und Pyramiden), Bodenturnelemente und Show miteinander.

 

Außerdem wird Cheerleading seit vielen Jahren als Wettkampfsport betrieben. Das ganze Jahr über finden Cheerleading-Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene statt (Landesmeisterschaften aller deutschen Bundesländer, Deutsche Meisterschaft, Europa-Meisterschaft sowie alle zwei Jahre eine Weltmeisterschaft). Dazu kommen viele so genannte „offene“ Meisterschaften, die von Event-Firmen organisiert werden und bei denen sich die deutschen Teams mit Cheerleadern aus dem europäischen Ausland messen können.

 

Etliche Prominente, wie beispielsweise die ehemaligen U.S. Präsidenten Dwight D. Eisenhower und George W. Bush sowie die Hollywood-Stars Kirk Douglas, Bruce Willis, Meryl Streep, Samuel Jackson, Hale Berry, Sandra Bullock, Cameron Diaz, Teri Hatcher, Renee Zellweger und viele andere waren Cheerleader. Kirsten Dunst, die 2000 die Hauptrolle in dem ersten Teil der „Bring it on“ / „Girls United“ Filme spielte, war ebenfalls während ihrer Schulzeit Cheerleader.

 

Über die gängigen Klischees, dass alle Cheerleader Modelmaße aufweisen müssen, männliche Cheerleader schwul sind und Cheerleading nur choreographiertes Po-Wackeln in knapper Bekleidung ist, können Cheerleader nur den Kopf schütteln. Cheerleading erfordert Ehrgeiz, Kraft, Ausdauer und Vertrauen zum Team. Wer sich rückwärts aus einer Höhe von bis zu 4,5 m in die Arme seiner Teamkameraden fallen lässt, weiß, dass bei diesem Sport jeder Handgriff sitzen muss.